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Sex
& Kirche - Kindsmissbrauch
Sex-Verbrechen, -Vergehen und
-Praktiken in der
evangelischen Kirche
Den
Verantwortlichen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Michelrieth ist es ein Dorn im Auge, dass ein großer Teil der
Dorfbewohner die evangelische Kirche verlassen hat, um Gott außerhalb
der Kirche zu finden. Aus diesem Grund verleumdet sie die
Mitbewohner und verbreitet Lügen und Unwahrheiten über sie.
Damit lenkt sie z. B. von den Fakten ab, die wir in der nachfolgenden
Zusammenstellung mit Quellenangabe dokumentieren.
Was wäre in Kirchenkreisen wohl für ein Aufschrei ertönt, wenn
auch nur ein einziger der hier dokumentierten Sachverhalte nicht -
wie geschehen - innerhalb der Kirche, sondern bei Gottsuchern
außerhalb der Kirche vorgefallen wäre?
Auch damit
bewahrheitet sich das Jesuswort über die Theologen: „Weh Euch,
Ihr Schriftgelehrten! Die Mücken siebt ihr aus, die Kamele jedoch
verschluckt ihr!“ Aufgrund
der Fülle des Materials hier beispielhaft nur ein kleiner
Ausschnitt einiger Sex-Verbrechen, -Vergehen bzw. -Praktiken. Doch
dieser sollte eigentlich genügen, um wenigstens die staatliche
Subventionierung des pfarrerlichen Treibens in Zukunft zu stoppen.
Sexualverbrechen
und anderes
(z. B. finanzielle Veruntreuung):
1998 – Der
evangelisch-lutherische Pfarrer Klaus Geyer aus Beienrode wird
wegen Totschlags an seiner Frau nach einem Indizienprozess zu acht
Jahren Haft verurteilt
(siehe
www.theologe.de/luther_geyer.htm).
Ende der 90er
Jahre – Der evangelisch-lutherische Gemeindepfarrer
von Lichtenberg/Oberfranken und später von Dorfen/Bayern
wurde wegen zahlreicher Fälle
sexuellen Missbrauchs von ihm anvertrauten Kindern verurteilt.
22.3.2000 –
„Sexueller
Missbrauch von Frauen durch Pastoren und Seelsorger? Kommt
nicht vor? Die Frauen seien selber schuld? Ich habe mit zu vielen
Frauen geweint, die meinten, endlich ihre Not bei einem Pastor
loswerden zu können und dann erst recht in die Bredouille kamen
…“ (Leserbrief in
idea-spektrum)
27.10.2000 – Ein
belgischer Pfarrer muss für 30 Jahre ins Gefängnis, weil er
mindestens 26 minderjährige Jungen und Mädchen sexuell
missbraucht hat. (Main-Post)
13.1.2002
– „Sexuellen Missbrauch
von sich und ihrer Schwester wirft eine mittlerweile erwachsene
Frau ihrem Vater, einem evangelischen Pfarrer aus dem Raum
Augsburg, vor.“ (Evangelisches
Sonntagsblatt)
16.1.2002 –
Pfarrer aus Köln „öffnete die Kirche für Schwule und Lesben
und startete eine Disko in der Kirche … Ferner soll er Liebesbeziehungen
zu mehreren Frauen aus seinem Arbeitsumfeld gepflegt haben.“
Eine Abstimmung im Presbyterium fiel mit 17:16 gegen ihn aus. Nach
einiger Zeit wurde er auf eine andere Stelle versetzt. (idea-spektrum)
30.1.2002 –
„Pfarrer trotz ´wilder Ehe` im Amt“ (idea-spektrum).
Pfarrer Moosdorf aus der Nähe von Leipzig lebt seit 1999 mit
einer neuen Partnerin im Pfarrhaus, obwohl er noch mit einer
anderen Frau verheiratet ist. Die neue Partnerin sorgt unter
anderem für die Kinder. Die eigene Frau, ebenfalls Pfarrerin,
nimmt sich 2001 das Leben. Den Grund für den Selbstmord
der lutherischen Theologin erfährt man nicht.
14.7.2002 –
„Ein Trauma verjährt nicht … Es hatte so tröstlich
angefangen. Um Liebe und Psyche ging es in dem Seminar, das Sabine
Mohr bei der Evangelischen
Landeskirche Württemberg besuchte“ (Stuttgarter
Zeitung) … „Sabine Mohr erzählte von diesem frühen Missbrauch … Dankbar nahm sie das Angebot an, als er ihr
seelsorgerliche Betreuung anbot … Sie lernte einen Pfarrer
kennen, der nicht mit der Moralkeule kam …Der sagte, erzählte
Sabine Mohr, dass er die Seelsorge abbrechen müsse, weil er sie
begehre … Später, als sie ihrem Mann von der Beziehung
berichten wollte, habe der Pfarrer versucht, dies zu verhindern.
Sie tat es trotzdem und rettete so ihre Ehe. Als sie sich einer
bekannten Therapeutin anvertraute und die das Gespräch zu dritt
suchte, habe er mit Selbstmord gedroht und geklagt, dass sie sein
Lebenswerk in der Kirche zerstöre. Der Pfarrer hat eine wichtige
Funktion in der Kirche und ist ebenfalls verheiratet, keiner, so
habe er gesagt, werde ihr glauben. Sabine Mohr dachte selbst oft
an Selbstmord … Die Kirchenleitung leitete ein
Disziplinarverfahren ein. Der Pfarrer wurde verurteilt wegen
Amtsmissbrauch, seine Bezüge wurden auf drei Jahre um 20 Prozent
gekürzt. Mehr nicht … Sabine Mohr ist enttäuscht … auch,
weil der Täter, der ihr Vertrauen missbrauchte, weiterhin seiner
Arbeit nachgeht, als wäre nie etwas gewesen, während sie bis
heute immer wieder arbeitsunfähig ist. Weil das Disziplinarrecht
der Landeskirche keinen Beistand für das Opfer zulässt, fühlt
sich Sabine Mohr allein gelassen und unverstanden.“ Der Pfarrer
arbeitet weiter in einer kirchlichen Beratungsstelle und ist
Ansprechpartner bei den Themen „Liebe, Angst und
Partnerschaft“.
14.7.2002 – Pfarrer
rät in Seelsorgegespräch
Jugendlicher zu Sex mit ihm - ein evangelischer Pfarrer aus
Norddeutschland überredet eine 16-Jährige Ratsuchende zu Sex.
Das Mädchen litt an der Trennung ihrer Eltern und der Pfarrer
erklärte ihr, dass Sex mit ihm ihr gut tue. (Stuttgarter
Zeitung)
22.8.2002 – „Kindesmissbrauch
schockt Kirche – Bremer Polizei verhaftet Erzieher eines
evangelischen Kindergartens – Bisher fünf Fälle … Die
Polizei schließt weitere Taten nicht aus“ (Nordwest-Zeitung).
Über einen längeren Zeitraum hinweg wurden Jungen im Alter
zwischen sieben und zwölf Jahren sexuell missbraucht. Der
Erzieher ist seit 19 Jahren in dem kirchlichen Kindergarten tätig.
„Mit Bestürzung hat auch Bremens Sozialsenatorin Röpke auf den
Fall reagiert.“
18.9.0202 – Sex
mit Minderjähriger: Landeskirche Hannover entlässt Pastor (idea-spektrum); Freiheitsstrafe: 1 Jahr auf Bewährung
29.11.2002 – „Diakon
muss wegen Missbrauchs mehrere Jahre ins Gefängnis“ (Main-Echo). Der evangelische Diakon wurde zu drei Jahren und elf
Monaten verurteilt. Der verantwortliche Jugendleiter der
evangelischen Kirche missbrauchte auf Festen und Konfirmandenausflügen
Jungen, „darunter den Sohn eines befreundeten Pfarrers am
Konfirmationstag“ (idea-spektrum). Es kam zu Oral- und Analverkehr. Auch wurde
umfangreiches pornografisches Material sichergestellt.
3.3.03 –
„Kirchenleitung nach sexuellem Missbrauch in Erklärungsnot –
Bei der Debatte in der Potsdamer Erlöserkirche bedauern die
Pfarrer ihr Schweigen“ (Tagesspiegel)
„Brisanz erhält der Fall durch die Aussagen mehrerer Mütter,
das der Kirchen-Angestellte auch in den vergangenen Jahren mehrere
Kinder des Kindergartens sexuell belästigt haben soll.
„Er wurde immer wieder verteidigt und in Schutz genommen,
der einzelne Vorfall bagatellisiert“, sagte Grit Proppe aus
Potsdam.“ Obwohl der Mann in der DDR bereits wegen sexuellen Missbrauchs von
Kindern vorbestraft war, hat die Kirchenleitung ihm die Leitung
des Kindergartens anvertraut … „Wir haben nur die guten
Seiten gesehen“, sagte Pfarrer Kwaschik. Heute sehe man das
anders. Ein heute 30-Jähriger hatte ausgepackt, wie er als Kind
von dem Kirchenmann immer wieder sexuell missbraucht und
geschlagen wurde. Damit kam der Stein ins Rollen.
12.3.2003
-
Oberbergischer Kreis: Pfarrer wird
sexuellen Missbrauchs verdächtigt (idea-spektrum). Seine Stieftochter erstattete nach langem Schweigen
Anzeige. Der Pfarrer hat sie im pfarrerlichen Ehebett zwischen deren 10. und 17.
Lebensjahr offenbar immer wieder vergewaltigt.t.
2.6.2003 – „Die
Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt gegen eine evangelische
Pastorin aus Solingen wegen des Verdachts des ´sexuellen
Missbrauchs eines Schutzbefohlenen“ Der
39-jährigen Pfarrerin Andrea Z. wird vorgeworfen, über Monate
hinweg ein ´Liebesverhältnis` zu einem ihrer Konfirmanden gehabt
zu haben. Der 14-Jährige habe sich seiner Mutter
anvertraut.“ Die Pfarrerin bestreitet. (Focus)
24.9.2003 –
„Der sündige Pfarrer und sein schwangeres Chormädchen“ (Bild)
„Ich habe ihn
geliebt. Doch er hat so viel in mir kaputt gemacht“, sagt Nadine
leise. Die
Hauswirtschafterin spricht über den sündigen Pfarrer Gert Z.
(49), der mit Chormädchen Hannelore S. (17) durchgebrannt ist.
Auch Nadine war seine Geliebte – und er war ihr erster Mann.“
Sie war damals 16.
9.10.2003
(Stern Nr. 42/2003)
-
Überschrift:
„Er
drehte Sex-Videos, verführte junge Mädchen und wurde wegen
sexuellen Missbrauchs verurteilt. Seitdem versteht der
Seelsorger Harry Riemer die Welt nicht mehr – und fragt immer
noch: Was ist schon dabei?“
-
Die
Monogamie sei „auch nur so ein moralischer Unsinn, den die
Bibel an keiner Stelle verlangt.“ (S. 82)
-
„Bei
seiner vorletzten Stelle im Gelsenkirchener Stadtteil Schalke
bringt er den Gemeindekindern das Kaninchenschlachten bei. Sie
sollen lernen, dass Fleisch nicht aus der Tiefkühltruhe
kommt. Als er einen todkranken Hund eigenhändig erlösen
will, sitzt leider der Betäubungsschlag nicht richtig.
Dummerweise verfehlt Riemer dann auch noch die Halsschlagader,
und das Tier rennt blutend und jaulend durch die halbe Stadt,
er mit dem Messer hinterher. ´Pfarrer schlachtete Hund` steht
am nächsten Tag in der Zeitung, aber wie immer ist auch das
nur die halbe Wahrheit. So war es zum Beispiel kein
Rottweiler, wie berichtet, sondern ein Dobermann, wie Riemer
berichtigt.“ (S. 84)
-
„Heute
winden sich seine Vorgesetzten schlimmer als die in solchen Fällen
beinahe routinierten Katholiken. Ein internes
Disziplinarverfahren steht noch an. Bis zum Frühjahr 2001,
als der Staatsanwalt kam, hat natürlich keiner was geahnt.“
-
„Doreen
schämt sich, wie sich ein Mädchen mit 15 oder 16 Jahren eben
schämt, wenn es noch völlig unerfahren ist und ihm der
dreimal ältere Pfarrer plötzlich an die Wäsche will.
Anfangs fühlt sie sich überrumpelt, dann sagt sie immer öfter
nein. Er bettelt und fleht immer weiter: Wenigstens einmal
Anfassen im Monat – dann könne er sich auch wieder mehr um
Doreens kranke Mutter kümmern, die krank ist und von ihm
betreut wird. Ohne den sexuellen Aspekt, sagt er - und
findet nichts anstößig an diesem Handel -, hätte er in der
Seelsorge nie so viel leisten können.“ (S. 86)
-
„Erfahrungstheologie
nennt er seine Experimente mit Fäkalien und Tieren. Gemeinsam
wollten sie erfahren, warum Menschen dabei nicht nur Ekel
empfinden … Nur Doreen besteht die Prüfungen nicht … Sie
habe sogar nein gesagt, wenn sie nur mal mit nacktem Oberkörper
vor seiner Kamera seilspringen sollte.“
-
„Die
Kirche zahlt sein Wartestandsgehalt vorerst weiter.“ (S. 86)
Pfarrer
Reimer hat auch Haschisch an Jugendliche weitergegeben
(news
8.11.02)
Der
Hund diente vorher als Partner beim Oralverkehr
(Spiegel
12.8.02).
Auch
Pferde, Esel, Kühe und Hühner wurden vom Pfarrer in die
pornografischen Handlungen mit den Jugendlichen einbezogen.
17.6. / 21.10.2007 -
Vergewaltigungen von Kindern und mafiaähnliche Vorfälle in "evangelischem" Dorf
/ Bedenkliche Rolle der Kirche
- Im "evangelischen" unterfränkischen Dorf
Eschenau
hat es über 30 Jahre gedauert, bis lange verschwiegene Vergewaltigungen von
Kindern und jugendlichen Mädchen
ans Licht der Öffentlichkeit gerieten. "Mädchen ab sechs Jahren sollen keine Jungfrauen mehr sein"
(Magazin
Neun 7,
http://www.neun7.de/exklusiv/artikel/art48,16700.html?fCMS=e400705b2fa1daeacec428a32116cb1c), und es gebe "Täter und Mittäter". Eines der bisher bekannten
acht Opfer
des Kindsmissbrauchs erklärte: "Anfang der 70er Jahre sei sie
[als Mädchen] bei einem Sommerfest der evangelischen
Pfarrjugend auf brutalste Art vergewaltigt worden"
(PS: Eine andere Vergewaltigung soll sogar im evangelischen Pfarrhaus stattgefunden haben). Und: "Wenn ich jetzt sehe,
wie uns Dorfbewohner als Nestbeschmutzer beschimpfen und am liebsten fortjagen
wollten, dann weiß ich, wie es uns vor 30 Jahren ergangen wäre
(Main Post, 15.6.2007, ZDF/Mona Lisa, 17.6.2007).
Ein anderes Opfer - sie wurde zwischen ihrem 4. und 14. Lebensjahr immer wieder
vergewaltigt - klagt,
"ihre Mutter sei auf der Straße wegen ihrer
´Huren-Tochter` angefeindet worden, ihr Vater beim Zeitungsaustragen von einem
Hof gejagt worden". Und: "Die Reaktionen sind genau so,
wie ich sie vor 30 Jahren befürchtet habe. Auch deshalb habe ich geschwiegen"
(Neun 7, siehe oben).
Die Frau, Heidi Marks, die inzwischen mit ihrem Mann in den USA lebt und dort als Lehrerin
arbeitet, hatte zwischenzeitlich ihr Quartier
in ihrem Heimatdorf fluchtartig aufgeben müssen. Denn die Gastwirte wurden "im Namen
mehrerer Dorfbewohner" genötigt, das frühere Opfer "loszuwerden". Wenn
nicht, werde "etwas Schlimmes passieren" (Main-Post, 5.6.2007). Zwei der
bisher ermittelten Opfer sind junge Mädchen, die erst vor kurzem als Kinder
sexuell missbraucht wurden. Und vermutlich ist erst die "Spitze des Eisbergs" sichtbar
geworden. So schimpften auch Frauen aus dem Umfeld der Täter, "das
alles sei doch nicht so schlimm und habe fast jeder schon mal erlebt"
(Main-Post, 23.5.2007; mehr dazu siehe
unten).
"Er sei nun schon über 30 Jahre bei der Justiz und habe
viel gesehen, sagte Staatsanwalt Joseph Düsel in einer persönlichen Einschätzung
der Geschehnisse. Aber einen vergleichbaren Fall mit derart dramatischen
Ereignissen und menschlichen Tragödien habe er bislang noch nicht erlebt"
(Main-Post, 24.5.2007). Doch die zum größten
Teil evangelische Bevölkerung will davon offenbar überwiegend nichts
wissen: "90 Prozent der Bevölkerung
ist überzeugt, dass da nichts war", erklärte
zwischenzeitlich ein junger Mann
(Bayerischer Rundfunk, Zeitspiegel, 4.6.2007).
Fast alle Einwohner von Eschenau gehören der Evangelisch-Lutherischen Kirche in
Bayern an, während es im Hauptort Knetzgau, in den Eschenau eingemeindet ist,
kaum Evangelische gibt, dafür überwiegend Katholiken.
Einer der evangelischen Beschuldigten (die als "Ehrenmänner" galten bzw. gelten) hat sich
mittlerweile durch Selbstmord der Verantwortung entzogen.
Der evangelischen Kirche wird
dabei vorgehalten, die Verbrechen zunächst verharmlost und klein geredet zu haben.
So sagt eine der Frauen, die jetzt nach langem Schweigen zur Polizei gegangen ist, über die
Kirche: "Von ihr kam keine seelsorgerische Hilfe."
(Main-Post, 5.6.2007). Und eine andere: "Das sind wir an Wände
gerannt. Wir haben ja versucht, irgendetwas zu machen. Ich hab´ Briefe
geschrieben bis zum Landesbischof. Und wir hatten keine Hilfe von der
kirchlichen Seite. Und das finde ich wirklich traurig" (Quer, 18.10.2007).
Und Pfarrerin Elfi Trautvetter-Ferg wird in der
Passauer Neuen Presse
mit den Worten zitiert: "Im
Nachbardorf ist das Gleiche passiert, und da hat kein Hahn danach gekräht"
(Main Post, 5.6.2007; während die Theologin diesen Satz mittlerweile in
dieser Form dementiert, bekräftigt der Autor des Artikels den Inhalt des Zitats;
vgl. dazu die Anmerkung über Pheromone). Über die Dorfpfarrerin wurde weiter berichtet, "dass
sie offenbar [nur] die
´Täterfamilien` betreue und zu verstehen gegeben habe, dass sich die Opfer lieber
´Seelsorger von außerhalb` suchen sollten".
Auf diese Weise stellte sich die Kirche zu Beginn der Auseinandersetzungen anscheinend an die Seite
der Täter. Zumindest hielt ihr Heidi Marks vor, "sich nicht um die
Opfer, besonders um ihre alten Eltern zu kümmern". Die Pfarrerin habe
"sonntägliche Friedensgebete initiiert, ohne Predigt, nur ein Lied und
Bibeltexte. Aber auch in den Predigten während der Gottesdienste wird nicht
erwähnt, was das Dorf bewegt. Da geht es, wie etwa am Pfingstsonntag, um den
neuen französischen Schnellzug und darum, dass wir ein Tempolimit fürs Leben
bräuchten" (Stern, 14.6.2007, zit. nach
http://www.gegensexuellegewalt.at/2007/05/auch-ich-wurde-in-diesem-kinderheim/).
Der inhaftierte Täter, "gegen den sich
die Vorwürfe richten, und seine Familie stehen der evangelischen Kirchengemeinde
sehr nahe, was ihnen wahrscheinlich die Zuwendung der Ortspfarrerin
einbrachte", schreibt die Main-Post (23.6.2007).
Und auch der Beschuldigte, der sich das Leben nahm, war angesehener
evangelischer Landwirt, Vorsitzender des Jägervereins und guter Kirchgänger. Und deshalb musste auch der zuständige evangelische Dekan einräumen: "´Sehr
viele Gespräche` hätten stattgefunden und fänden
weiterhin statt. Möglicherweise wurde aber nur mit
´Täterfamilien` gesprochen"
(Main-Post, 8.6.2007).
Ansonsten berief er sich auf das "Seelsorgegeheimnis". Ähnlich äußerte
sich die Pfarrerin selbst:
"Sexualverbrechen
sind kein Stoff für die Presse, sondern für die Seelsorge und die Therapie"
(Main-Post, 5.6.2007).
Als Außenstehender fragt man sich dabei natürlich,
ob sie hierbei die Justiz vergessen hat. Oder ob es vielleicht einen Sachverhalt
gibt, für den zwar auch die Justiz zuständig wäre, der für diese aber ein
"Geheimnis" bleiben soll. "Für ihren beruflichen Bereich als
Geistliche" hat Pfarrerin Elfi Trautvetter-Ferg sich gegenüber der
Staatsanwaltschaft auf jeden Fall auf ihr
"Zeugnisverweigerungsrecht" berufen (Main-Post, 23.6.2007).
Das heißt: Es ticken wohl noch andere "Zeitbomben".
Inzwischen fordert wenigstens der Ortssprecher (der mit einem der Opfer
verwandt ist) eine lückenlose Aufklärung: "Auch wenn jemand mit den Tätern gut befreundet war, muss er doch
noch unterscheiden können, was gut und was böse ist!"
Weiter
deutet er an, "dass sich nun mehr und mehr
Opfer aus der Deckung trauen und sich inzwischen, wenn schon nicht der Polizei,
so doch anderen betroffenen Frauen offenbart haben. Es könnte viel mehr Taten
gegeben haben, als sie gegenwärtig juristisch greifbar sind"
(Main-Post, 14.6.2007).
Zwischenzeitlich steht sogar der Mietvertrag der Ortssprechers und stellvertretenden
Feuerwehr-Kommandanten auf dem Spiel. Die Main-Post schreibt: "Er
wohnt im ehemaligen Pfarrhaus von Eschenau. Es gibt offenbar Bestrebungen, dass
sein Mietvertrag nicht mehr verlängert werden soll. Vermieterin ist ausgerechnet
die Kirchengemeinde. Und auch die Initiatoren der Unterschriftenliste gegen ihn
sollen der Kirchengemeinde nahe stehen". Derweil
traut sich der Vater eines der Opfer "nicht mehr in die Kirche" (23.6.2007).
Der inhaftierte Täter hat jetzt teilweise gestanden, und er wurde bereits zu
vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Ein großer Teil der Taten ist
bereits verjährt. Den massiven Anklagen gegen den Mann, der Selbstmord beging,
wird allerdings nicht mehr nach gegangen. Und ob es noch weitere Täter oder
Mitwisser gibt, wird noch ermittelt. Derzeit [Oktober 2007] wird wegen der
mutmaßlichen Vergewaltigung einer 11-Jährigen nach einem möglichen dritten Täter
gesucht.
Und obwohl die Kirche von Vermittlungsangeboten spricht, werfen
Freunde und Verwandte der Opfer ihr weiterhin vor, "zu lange
geschwiegen zu haben" und bedrohte Angehörige der Opfer nicht zu schützen. Die
Kirche lässt hingegen erklären: "Eine Mediation
[Anmerkung: = Vermittlung] sei erst dann sinnvoll, wenn sich die Aufregung -
auch in den Medien - gelegt habe", so Johannes Minkus, Sprecher der
evangelischen Kirche in Bayern (Main-Post, 17.10.2007). Jesus von
Nazareth sprach jedoch nicht von einer "Mediation", sondern er forderte zur
"Buße" und zur Umkehr auf, wozu auch die Reue gehört. Auch war er ein unbequemer
Zeitgenosse und deckte kein Unrecht zu.
Jesus lehrte auch nicht, dass man sich bei Anschuldigungen durch Selbstmord
weiteren Rückfragen entziehen könne und nach dem Prinzip "Sündige tapfer,
aber glaube noch tapferer" sein Seelenheil erlangen könne. Letzteres
ist Teil der Lehre Martin Luthers, der auch darauf bestand, dass man aus eigenem
Willensentschluss nichts dagegen tun könne, wenn man "vom Teufel geritten" wird,
da entweder der Teufel oder Gott einen im Griff hätten
(siehe dazu
www.theologe.de/theologe1.htm/#Freier_Wille_geleugnet).
Doch während die Kirche mit ihrem "Mediations-Angebot" wartete, stellte sie vor Ort am
16.10.2007 den evangelischen Gemeindesaal für eine private Versammlung der
Familie eines Beschuldigten zur Verfügung. Veranstalterin ist die Witwe des
Mannes, der sich
im Frühjahr erhängt hat, und ihr Rechtsanwalt ist der Referent und bezichtigt
neben einem überlebensgroßen Kruzifix die Opfer u. a. der Unwahrheit. Dazu
zitiert er aus den Vernehmungsprotokollen von Opfern bei der Polizei. Die Main-Post schreibt:
"Norbert Hauck war einer der Teilnehmer der
Versammlung. Er sagt: ´Ich schäme mich jetzt dafür, ein Eschenauer zu sein.` Nur
ein oder zwei Leute hätten den Mut gehabt, den ´hetzenden Worten gegen die
Opfer` offen zu widersprechen - danach hätten diese den Saal unter höhnischem
Beifall der Versammlung aber verlassen müssen. ´Nach der gut einstündigen
Veranstaltung meinten manche, sie seien richtig überrumpelt worden von den Reden
des Anwalts`, berichtet Hauck. Ulrich Hagmann, Redakteur
des Bayerischen Fernsehens, der die Versammlung mitverfolgt hat: ´So etwas habe
ich in meiner Laufbahn noch nicht erlebt.` Am Dienstagabend patrouillierten
Streifenwagen im Ort. Familien von Opfern hatten darum gebeten. In Eschenau
regiert die Angst. ´Jetzt herrscht offener Bürgerkrieg`, sagt Norbert Hauck am
Tag danach." Eines der Vergewaltigungsopfer erklärt: "Man hat
gedroht, uns Backsteine ins Fenster zu werfen." Das Haus der Familie M.
wurde angespuckt und "mir hat man vor die Füße gespuckt" (Main-Post,
19.10.2007). Und im Fernsehbeitrag des Bayerischen
Rundfunks heißt es: "Es
ist zu vermuten, dass sich noch nicht alle Opfer gemeldet haben. Doch wegen der
aufgeheizten Stimmung im Dorf werden sie es sich gut überlegen, ob sie aussagen
wollen. Die Gefahr ist groß, dass ihre schlimmsten Erlebnisse im Pfarrsaal
ausgebreitet und sie vor versammelter Gemeinde verhöhnt werden" (Quer,
18.10.2007). Immerhin betrachtet es die Kirche im nachhinein als falsch, den
evangelischen Gemeindesaal für die private Versammlung zur Verfügung gestellt zu
haben.
Heidi Marks hat vor ihrer Rückreise in die USA jedenfalls auf
einen Abschiedsbesuch bei ihren Eltern verzichtet, um deren Sicherheit nicht zu
gefährden. Die ersten Verwandten eines Opfers sind bereits aus Eschenau weggezogen, weil sie die
Anfeindungen nicht mehr ausgehalten haben (z. B. Main-Post, 17.10.2007).
Eigentlich hatten sich Hans
B. und seine Familie mit dem eigenen Haus für drei Generationen "einen
Lebenstraum erfüllt" (Süddeutsche Zeitung, 27.10.2007).
Doch weil sie den Opfern glauben, "wurde B. zunächst verboten, andere Höfe des
Dorfes zu betreten. Dann durchbohrten sie ihm die Autoreifen. Und schließlich
wurde B. zugetragen, dass einer sich im Wirtshaus darüber verbreitet habe, man
könne ihm auch noch ´den Bauch aufschlitzen.`" B. war bis 2002 Ortsprecher
von Eschenau. Jetzt ist auch sein Nachfolger zurückgetreten und auch "der
Bürgermeister [aus dem Hauptort Knetzgau] resigniert" (Süddeutsche Zeitung,
27.10.2007).
Der Hauptverursacher der Situation: Der angesehene evangelische
Dorfbauer, Jäger und Kirchgänger, der sich nach den Aussagen mehrerer Opfer und
auch anderer Dorfbewohner, die ihn belastet hatten, aufhängte. Sein letzter
Coup: Er behauptete in einem Brief einfach seine "Unschuld" und verhinderte
anschließend durch den Selbstmord neutrale Ermittlungen. Seine kirchliche
Beerdigung war darauf hin die größte, die Eschenau je erlebt hatte, und nach
evangelisch-lutherischer Lehre könne er jetzt unter Umständen "allein durch
Glauben" "selig" sein (vgl. dazu
"Der Theologe Nr. 35" - Gefährliche Rechtfertigungslehre). Die Eltern
eines der Missbrauchsopfer wurden eigens von der evangelischen Pfarrerin vorher
angerufen, bei der Beerdigung besser nicht zu erscheinen. Und Norbert Hauck, der in der
Versammlung im evangelischen Gemeindesaal (siehe
oben)
über den "wohl angesehensten Mann des Dorfes" (Süddeutsche Zeitung,
27.10.2007), sagte, "dass dieser Mann auch ihm, Hauck, als nicht ganz so
heilig bekannt war", musste sich darauf hin vom Anwalt von dessen Witwe einiges
sagen lassen. Die Süddeutsche Zeitung umschreibt die Aussage des Anwalts
so: "Er würde gerne wissen, wie viele Eschenauer auf den Friedhof kommen werden,
wenn er, der Fabrikarbeiter Hauck, erst einmal auf diesem liege" (27.10.2007).
Eine Dokumentation der bisherigen
Ereignisse lesen Sie unter
http://www.mainpost.de/mainfranken/fb/derfalleschenau/index.html
Man stelle sich vor, das alles wäre innerhalb von
Anhängern einer kleineren
Gemeinschaft passiert. Wie hätten die
"Weltanschauungsbeauftragten" der Kirche dann reagiert? So jedoch lenken
sie weiter von den Vorfällen in den eigenen Reihen ab und
erheben anderweitig falsche Anschuldigungen gegenüber religiösen Minderheiten
(vgl.
www.theologe.de/theologe12.htm).
Deshalb die Frage: Wann kümmern sie sich endlich um
die eigene "Weltanschauung" und über Abweichungen davon
und über negative Folgen in den eigenen Kirchengemeinden? Das wäre eigentlich ihr
Dienstauftrag (siehe
www.theologe.de/theologe12.htm#Allgemeinkirchliche_Aufgabe).
So könnte z. B. der evangelische
Weltanschauungsbeauftragte Dr. Wolfgang Behnk
den Eschenauern die Ereignisse in ihrem Dorf anhand der Lehre Dr. Martin Luthers
deuten und ihnen auf diese Weise zu einem vertieften Verständnis ihres
evangelischen Glaubens helfen (siehe dazu auch
hier).
Lesen Sie hier mehr zur Lehre von Martin Luther
und der Evangelisch-Lutherischen Kirche über das Wesen des Menschen:
1)
www.theologe.de/theologe1.htm,
insbesondere
www.theologe.de/theologe1.htm#12
2)
www.theologe.de/luther_geyer.htm
insbesondere:
http://www.theologe.de/luther_geyer.htm#Gebote
http://www.theologe.de/luther_geyer.htm#Iwand
www.theologe.de/luther_geyer.htm#toeten
http://www.theologe.de/luther_geyer.htm#Verfuegungsgewalt
Anmerkung: Seit einiger Zeit gibt es Überlegungen und Untersuchungen,
dass Sexualverbrechen in dörflichen landwirtschaftlichen Umgebungen
überdurchschnittlich ansteigen. Der denkbare Hintergrund: In der
Massentierhaltung arbeitet man teilweise mit
Sexualduftstoffen, den so genannten Pheromonen, um die Paarungsbereitschaft der
Tiere zu erhöhen.
Dieser "Fortpflanzungsdunst" springt wahrscheinlich auch auf
Menschen über und macht sie sexuell enthemmter. Eine kühne, aber dennoch
seriöse These und vielleicht auch ein Faktor zur Aufarbeitung der Geschehnisse
in Eschenau und in anderen Dörfern, in denen ähnliches geschah bzw. geschieht.
Einer der beiden
mutmaßlichen Täter in Eschenau war auch direkt als Landwirt tätig. Lesen Sie
dazu z. B.
Gülle-Pheromone als Auslöser von Sexualverbrechen?
in
http://www.das-weisse-pferd.com/02_12/fortpflanzung.html#Sexualverbrechen
PS:
Diese Aufstellung könnte unendlich fortgesetzt werden. Dennoch
verbreiten kirchliche
Beauftragte weiterhin Unwahrheiten und Lügen über friedfertige
religiöse Minderheiten anstatt sich um die Verhältnisse in ihrer
eigenen Kirche zu kümmern. Und die Politiker finanzieren weiterhin kritiklos die Kirche zu
einem großen Teil aus der Staatskasse. Wenn in den
Kirchen solche Zustände herrschen, ist das zwar deren Sache und
gegebenenfalls Sache des Staatsanwalts. Doch es sollten nicht alle
Steuerzahler, auch Kirchenaussteiger, die Kirchen
mit Milliarden-Subventionen jährlich mitfinanzieren müssen und
die Vorgänge dort auf diese Weise mit unterstützen müssen.
Deshalb beobachten Sie
die Vorgänge in Ihrer Kirche sicherheitshalber kritisch. Haben Sie
Informationen zum Thema Missbrauch oder sexueller Belästigung
z. B. von Schutzbefohlenen, können Sie uns
vertraulich schreiben.
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